Interview mit Patricia Elfert
Interview mit Anja Förster & Dr. Peter Kreuz
Interview mit Hubert Schwarz
Interview mit Carola Balke und Heike Heute
Interview mit Klaus Kofler
Interview mit Monika Hamrozi und Murat Cakmakci




Interview mit Patricia Elfert, Gründerin und Inhaberin von coach dogs.

„I love what I do“ klingt sehr idealistisch. Was hat Sie bewegt, diese Initiative zu gründen?
Es war eine Mischung aus Motivation, etwas zu bewegen und Trotz, da ich selbst oft erlebt habe, dass bei einer Idee oder einem neuen Plan die Menschen zunächst einmal skeptisch und verhalten sind – bis hin zum Stempel „Das ist verrückt“. Das hat mich sehr inspiriert, und ich wurde neugierig darauf, wie viele andere passionierte Menschen es vielleicht noch gibt – und vor allem: welche Ideen! Nun, typisch für mich ist: Gesagt – getan. Mein eigener Weg hat mich sehr geprägt. Das war sicher kein Weg auf Wolken, in dem immer alles sofort wie geschmiert geklappt hat. Ich musste oft für meine Einstellungen und Ideen kämpfen. Und schief gegangen ist natürlich auch immer mal wieder etwas. Geholfen hat mir immer, fest an meine Ideen zu glauben. Das klappt eben nur, wenn man 100 Prozent hinter seiner Sache steht – eben das liebt, was man tut.

Was, glauben Sie, ist besonders wichtig, um lieben zu können, was man tut?
Ich denke, es ist so ein gewisses Feuer, ein aus dem Innern kommendes großes Interesse für das, was man tut. Und dabei ist es ganz egal, ob es sich um eine berufliche Herausforderung, eine ehrenamtliche Aufgabe, familiäre Aufgaben, ein Hobby, was auch immer, handelt. Das lieben zu können, was man heute tut, setzt ja voraus, dass man vorher danach gesucht hat. Dies setzt auch voraus, dass man neugierig ist auf neue Erfahrungen, sich gerne auf den Weg macht, Neues zu entdecken, auch bei sich selbst.

Lieben Sie, was Sie tun?
JA! Wirklich sehr. Ich habe mir mit all dem, was ich heute tue, große Träume erfüllt. Und genau dies gebe ich heute an viele Menschen weiter. Ich liebe jedes Training, jedes neue Gespräch, weil die Menschen immer anders sind und ich immer neue Herausforderungen angehen kann. Das ist spannend und hält lebendig. Dazu kann ich all dies mit meinem Mann und meinen fünf Hunden teilen. Es ist einfach fantastisch, sie alle bei mir zu haben und mit ihnen gemeinsam und auch von ihnen immer wieder etwas Neues zu lernen. Ich genieße es, immer wieder, neue Möglichkeiten zu entdecken, etwas Neues ausprobieren zu können und zu erleben wie es sich entwickelt.

Was ist mit den Menschen, die nicht diese Möglichkeiten haben?
Ein heikler Punkt, und in gewisser Weise eine Henne/Ei-Frage. Was sind Möglichkeiten? Brauche ich erst Geld oder Sicherheit oder einen konkreten Plan, das, was ich möchte umsetzen zu können? Oder soll ich einfach loslegen, und schauen, was kommt? Ich habe lange in einem großen Unternehmen gearbeitet. Und so mancher hat bei meinem Ausstieg sehr gezweifelt, dass dies der richtige Schritt ist. Was ich nicht alles zu hören bekam. Es gab da ein Wort, das habe ich bis heute nicht vergessen: Ich habe meinen „sozialen Besitzstand“ aufgegeben. „Wie kannst Du – nach 16 Jahren?“ Und dann wieder der heikle Punkt: Der Tausch Freiheit und Selbstverantwortung gegen sozialen Besitzstand. Einfach waren die ersten Schritte in die Selbständigkeit sicher nicht, zunächst einmal viel vorarbeiten, bekannter werden, Konzepte schmieden, die eigenen Konzepte verkaufen. Da waren immer wieder vor allem Mut und Durchhaltevermögen gefragt. Und es kamen immer wieder Hochs und Tiefs. Ich kann also heute sagen: Möglichkeiten gibt es immer. Es kommt darauf an, sie zu erkennen und sich dafür einzusetzen. Das macht nach meiner Erfahrung auch am meisten zufrieden. Etwas zu schaffen, was nicht einfach ist. Etwas zu bekommen, ist einfach, aber macht niemals auf Dauer zufrieden. Das belegen immer wieder die Berichte über Lottogewinner, die kreuzunglücklich werden, weil sich mit sich selbst und ihrem neuen Reichtum überhaupt nichts anfangen können.

Was hat Ihnen am meisten geholfen, um dorthin zu kommen, wo Sie heute stehen?

Ich habe an mich selbst geglaubt – die meiste Zeit jedenfalls – und hatte immer Menschen an meiner Seite, die an mich glauben und mich darin bestärken, meine Ideen zu leben. Diesen Menschen bin ich sehr dankbar. Sie freuen sich mit mir, wenn es gut läuft. Und sie unterstützen mich und fangen mich auf, wenn ich eine Tiefphase habe. Das ist mir unglaublich wichtig. Verlässliche Begleiter im Leben sind durch nichts zu ersetzen. Ebenso hat mich die Überwindung meiner Allergien gegen Tierhaare zu meinem neuen Leben gebracht. Denn es ermöglicht mir, mein Leben mit meinen fünf Hunden zu teilen. Derzeit bin ich schon bei Stufe zwei, denn ich reite seit einiger Zeit – ohne Allergie. Das war laut Aussage vieler Ärzte früher ein Ding der Unmöglichkeit, ein toter Traum, womit wir wieder bei den Möglichkeiten wären.

Wie gehen Sie mit äußeren Zweiflern und auch dem „inneren Kritiker“ um?
Das ist heute einfacher als früher, da ja schon viel geschafft ist. Es gibt viele Erfolge. Und das bringt immer mehr Selbstvertrauen. Ich unterscheide bei Kritikern die destruktiven und konstruktiven: Die konstruktiven Kritiker nehme ich sehr ernst, denn sie sind wertvolle Feedbackgeber und ermöglichen den Blick aus einer anderen Perspektive oder eine sinnvolle Diskussion. Was die destruktiven Kritiker betrifft, habe ich gelernt, sie auszublenden. Es sind meist Energiefresser. Oft sind Missgunst oder ähnliche unproduktive Gefühle die Antreiber für diese Art von Kritik. Das nutzt niemandem. Ja, und der innere Kritiker ist heute auch viel konstruktiver. Ich denke, er hat erkannt, dass er sich in manchem Fall lieber etwas zurückhält. Auch dem inneren Kritiker kann man nur durch aktives Handeln begegnen. Erfolge bremsen ihn. Grübeln macht ihn stark. Also, um es mit Erich Kästner zu sagen: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Was möchten Sie gerne weitergeben an Menschen, um sie zu motivieren, das zu suchen und zu tun, was sie lieben?
Bleiben Sie dran! Geben Sie niemals auf! Glauben Sie an Möglichkeiten! Es lohnt sich, zu suchen, auszuprobieren. Lassen Sie sich niemals eine Sache ausreden. Seien Sie mutig, auch wenn Sie Gegenwind bekommen. Und lassen Sie sich vor allem von niemanden sagen, „ I love what I do“ passt nicht in diese Zeit der wirtschaftlichen Anspannung und Krisen. Ich denke hier oft an ein weltweit bekanntes Vorbild: Steve Jobs. Er hat nie einen Zweifel daran gelassen, dass er seine Passion in seinem Unternehmen voll auslebt. Er möchte die besten, schönsten, coolsten Produkte, die so irre einfach zu bedienen sind, dass es einem oft schwer fällt, zu glauben, dass es wirklich so einfach funktioniert. Wie oft hat man ihm technologische Nachlässigkeiten vorgeworfen. Und die Menschen schlafen vor seinen Shops, um als erste eins dieser genialen Produkte zu bekommen. Wie sagt er so schön: „The only way to do great work is to love what you do.“ Stimmt!






Interview mit Anja Förster & Dr. Peter Kreuz.

1. Frau Förster, Herr Dr. Kreuz. Sie werden oft als „eine neue Generation Management-Querdenker“ bezeichnet. Liebt diese neue Generation das, was sie tut? Wenn ja, warum?
Wir sind davon überzeugt, dass sich nicht nur in der "neuen Generation" viele Menschen von unseren Gedanken angesprochen fühlen, sondern dass dieser Zuspruch altersunabhängig ist. Viele Menschen haben festgestellt, dass nach Downsizing, Outsourcing und zahllosen Effizienzprogrammen nun etwas radikal anderes passieren muss. Denn das Tempo im Hamsterrad lässt sich nicht endlos steigern. Noch effizienter, noch schneller, noch billiger… irgendwann sind auch die letzten klitzekleinen Reserven rausgequetscht. Und außerdem: Schnell und billig, das können 1,3 Milliarden Chinesen und 1,1 Milliarden Inder besser als wir!
Hinzu kommt. Es hat ein Wandel vom Müssen zum Wollen stattgefunden: Die Menschen in den Unternehmen wollen nicht mehr länger Lohnsklaven sein. Sie fordern ihr Recht ein, etwas bewegen zu dürfen und Initiative, Kreativität und Leidenschaft jeden Tag bei ihrer Arbeit ausleben zu können.

2. Durch Ihr neues Buch „Spuren statt Staub“ zieht sich vor allem ein Satz: Die einen haben Spirit, die anderen arbeiten nur. Was genau macht für Sie diesen Spirit aus?
Spirit können Sie übersetzen mit gelebter Leidenschaft und einem verbindenden Sinn. Organisationen, die einen solchen Spirit besitzen, sind unserer Überzeugung nach die klaren Gewinner im globalen Wettbewerb. Dafür gibt es einen Grund: Stupider Leistungsdruck ist längst kein Erfolgsgarant mehr, sondern das Vorhandensein eines Beweggrunds, der von den Führungskräften verkörpert, den Mitarbeitern gelebt und den Kunden gespürt wird. Unternehmen, die das verstanden haben, sind erfolgreich. Ihr Erfolg wird nicht unbedingt im Marktanteil ausgedrückt, sondern im Premiumpreis gegenüber der Konkurrenz.

3. Was, glauben Sie, ist besonders wichtig, um lieben zu können, was man tut?

Hier gilt das Grundprinzip: Erkenne Deine Talente und bringe sie dort zum Einsatz, wo sie gewünscht werden. Das bedeutet, nicht jedes Talent passt in jede Organisation. Das ist eine ganz wichtige Prämisse. Der nächste Schritt ist, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem die Mitarbeiter ihre individuellen Stärken einbringen und Sinn in ihrer Aufgabe finden können. Unternehmen, die das verstanden haben, bieten Chancen statt Jobs – und sorgen für ein kreatives Umfeld. Und sie schaffen Kraftfelder, Magnete, die Talente ansaugen, anstatt nach Erfüllungsgehilfen zu suchen, die sie aufsaugen.

4. Was hat Ihnen am meisten geholfen, um dorthin zu kommen, wo Sie heute stehen?

Die Fragen, die wir uns in der Vergangenheit und auch heute noch regelmäßig stellen, lauten: Tun wir wirklich das, was uns Freude macht? Oder sind wir froh, wenn es wieder Wochenende ist? Memorieren wir schon am Donnerstagnachmittag angestrengt unseren Freizeit-Terminkalender oder sagen wir am Freitag: Wow, das war eine interessante Woche! Fakt ist doch, dass wir nur in dem wirklich gut sein können, das wir mit Leidenschaft und Engagement betreiben. Und dann: Stimmt für mich das Umfeld, in dem ich meine Arbeit mache und wird meine Leistung honoriert?
Wichtig ist, sich ehrliche Antworten zu geben. Nicht sich selbst einzulullen, frei nach dem Motto: kannmannichtsändernisthaltsowarschonimmerso. Und diese Ehrlichkeit mit sich selbst erfordert Mut. Mut, den Hintern hochzukriegen und zu handeln. Etwas Neues zu wagen - ohne Garantie und doppelte Reiserücktrittsversicherung. Denn letztlich konnte uns auch vor acht Jahren, als wir uns selbständig gemacht haben, niemand sagen, ob das funktionieren würde oder nicht.

5. Wie gehen Sie mit äußeren Zweiflern und auch dem „inneren Kritiker“ um?
Wenn Sie Ihr Ding machen wollen, müssen Sie die äußeren Zweifler und Besserwisser konsequent ignorieren. Es ist uns vollkommen egal, was Leute an uns oder unserer Arbeit nicht gut finden. Heißt das, dass wir beratungsresistent sind? Nein, ganz im Gegenteil. Allerdings haben wir für uns selbst ganz klar definiert, von welcher Handvoll Leute wir Kritik akzeptieren und auch honorieren.

6. Was möchten Sie gerne weitergeben an Menschen, um sie zu motivieren, das zu suchen und zu tun, was sie lieben?
Unserer Überzeugung nach beginnt ein neues Zeitalter. Ein Zeitalter in dem Wirtschaft bunt, aufregend und energiegeladen ist. Deren Motor Leidenschaft, Begeisterung und Spaß sind. Und der Lohn Erfüllung, Freude und Sinn ist. Für diese Wirtschaft kämpfen wir Tag für Tag. Und in all den Gesprächen mit all den Menschen da draußen stellen wir fest: es werden immer mehr, die sich unserer Bewegung anschließen.

DAS MANIFEST von Förster & Kreuz





Interview mit Hubert Schwarz, erfolgreicher Extremsportler, Unternehmer, Manangement-Coach und Buchautor.

Ihr neuestes Buch hat den Titel "Aus eigenem Antrieb". Glauben Sie dass jeder Mensch aus eigenem Antrieb über sich hinauswachsen kann?
Ja, davon bin ich grundsätzlich überzeugt. In unserer heutigen Gesellschaft neigen wir sehr dazu, sogenannte Rahmenbedingungen als Grund für nicht erbrachte Leistungen oder Misserfolg anzuführen. Wir rufen nach dem Staat, wo immer es geht, um unsere Besitzstände zu wahren. So ertastet man keine Grenzen und wendet nichts zum Besseren. Jeder sollte und kann sich auf seine eigenen Stärken besinnen, seinen Willen schulen und Mut fassen, Neues zu wagen. Und dann wird man nicht nur über sich selbst hinauswachsen, sondern damit auch andere beflügeln.

Sie haben als Extremsportler diverse Höchstleistungen erbracht, die manch andere durchaus als "verrücktes Vorhaben" bezeichnen würden (Bsp. Race across Amerika - 5000 km nonstop mit dem Rad durch Amerika). Woher genau kam Ihr eigener Antrieb, diese Leistungen erbringen zu wollen?
Meinen Extremtouren ging die Entscheidung voraus, eine gesicherte Laufbahn im öffentlichen Dienst aufzugeben. Ich stand mit dem Rücken zur Wand. Alles, was ich zunächst in der Hand hielt, waren meine Leidenschaft für den Ausdauersport, die Lust am Abenteuer und natürlich der feste Wille, mich auch dort durchzubeißen, wo mir das andere längst nicht mehr zutrauten. Die Strapazen beim Race Across America, das ich 1991 als erster Deutscher erfolgreich absolvierte, waren enorm, fast unmenschlich. Aber dieser Erfolg hatte mir soviel Kraft und Selbstvertrauen gegeben, dass sich daraus fast logisch weitere Extremtouren bis hin zu den Weltumrundungen (1996 und 2000) entwickelten.

Wir haben die Initiative "I love what I do" ins Leben gerufen, um zu zeigen, dass Leidenschaft und Engagement zum Erfolg führen. Das setzt voraus, dass man liebt, was man tut. Wenn ich über Ihre Aktivitäten lese, komme ich nicht umhin, darin eine sehr große Anstrengung - wenn nicht gar Quälerei - zu erkennen. Warum genau lieben Sie, was Sie tun?
Jeder Erfolg ist mit Anstrengung verbunden. Ein gutes Buch zu schreiben, kann genauso "quälend" sein, wie 80 Tage lang im Sattel zu sitzen und dabei die Welt zu umrunden. Die Anstrengung, die ich mir herausgesucht habe, ist sicher nicht jedermanns Sache. Aber für mich war es die beste Schule fürs Leben überhaupt. Im Sattel spürt man den eigenen Antrieb bei jeder Pedalumdrehung. Man lernt, den inneren Schweinehund zu besiegen, Durststrecken zu überwinden. Man erntet jede Menge Glücksgefühle - nicht nur im Ziel. Jeder zurückgelegte Kilometer ist der Beleg dafür, etwas geleistet, etwas geschafft zu haben. Und natürlich hat mich das Rad durch Länder und zu Menschen getragen, die ich auf normalen Wegen nie erreicht hätte.

Was, glauben Sie, ist besonders wichtig, um lieben zu können, was man tut?
Reines Interesse an einer Sache und pures Talent müssen sich mit Leidenschaft verbinden. Höchstleistung ist eben nicht bloß eine Frage nüchterner Methodik oder perfektionierter Abläufe, sondern auch ein sehr emotionales Unterfangen. Um lieben zu können, was man tut, braucht es Neugier, Selbstvertrauen und Begeisterung. Dabei hilft einmal mehr ein gesunder eigener Antrieb, aber es ist auch notwendig - z. B. als Leader in einem Team - bei anderen Neugier zu wecken, Selbstvertrauen zu fördern, Begeisterung zu stiften. Damit alle lieben, was sie tun.

Was hat Ihnen am meisten geholfen, um dorthin zu kommen, wo Sie heute stehen?
Es sind im wesentlichen drei Faktoren. Zum einen natürlich der stete Wille und die Überzeugung, eigene Grenzen überwinden zu können. Ferner die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen und sich auch durch Rückschläge nicht entmutigen zu lassen. Und schließlich mein familiärer Rückhalt, aus dem sich nach meiner Erfahrung auch viel von der Liebe und Hingabe speist, die man einer beruflichen Sache opfern kann. Eine gute Balance von privatem Glück und Erfolg am Arbeitsplatz sollte man in ihrer positiven Wechselwirkung keinesfalls unterschätzen.

Gerade bei neuen Ideen hört man immer wieder "geht nicht, klappt nicht, das ist doch verrückt...". Wie gehen Sie mit äußeren Zweiflern und auch - vielleicht das ein oder andere Mal - mit einem "inneren Kritiker" um?
Man muss unterscheiden lernen zwischen notorischen Zweiflern und gutmeinenden Kritikern. Auf die Argumente Letzterer sollte man eingehen, denn das schärft das eigene Urteilsvermögen. Einfach immer nur mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, das ist auf Dauer kein taugliches Rezept. Meinen Extremtouren ist immer eine Abwägung - vor allem des gesundheitlichen Risikos - vorausgegangen. Aber wenn die Entscheidung, vermeintlich "Verrücktes" zu unternehmen, einmal gefallen war, dann konnte mich ganz selten noch etwas von meinem Weg abbringen. Auf meinen Extremtouren gab es immer wieder Momente, in denen selbst meine engsten Begleiter zweifelten: "Der schafft das nie!" Sie sahen meine äußerliche Erschöpfung, aber sie verkannten, wie fest das Ziel und der Wille, es zu erreichen, in meinem Kopf verankert waren. Ein Ziel, das man sich einmal sorgfältig zurechtgelegt hat, sollte man nie vorschnell wieder in Frage stellen - allen Unkenrufen zum Trotz.

Was möchten Sie gerne weitergeben an Menschen, um sie zu motivieren, das zu suchen und zu tun, was sie lieben?
Ich kann nur das weitergeben, was ich selbst erlebt und gelernt habe. Meine Geschichte erzählt vom Mut, Neues zu wagen, auch wenn man dabei mit dem Rücken zur Wand steht. Ich besaß kein überragendes sportliches Talent, aber ich bin die Herausforderungen mit Leidenschaft angegangen. Der Erfolg, der sich dadurch eingestellt hat, lässt eigentlich nur einen Rückschluss zu: Wenn ein Hubert Schwarz das kann, dann kann es auch jede andere Person, die sich einer Sache mit Liebe und Hingabe widmet! Dass weit mehr in uns steckt, als wir wahrhaben wollen, ist eine oft zitierte Weisheit. Sie wird so oft bemüht, dass man sie fast schon nicht mehr hören kann. Aber sie ist wahr. Ich habe es selbst nachvollzogen. Mit meinem Beispiel möchte ich andere keineswegs dazu animieren, eine Karriere als Extremradsportler einzuschlagen, sondern inspirieren, in ihrem Fach und mit ihren Talenten über sich hinauszuwachsen!


Wir bedanken uns für das Interview exklusiv für "I love what I do" am 9.12.2007.





Interview mit Carola Balke und Heike Heute, Gründerinnen der Kampagne "Wir produzieren Deutschland".

Sie haben "Wir produzieren Deutschland" ins Leben gerufen. Eine Kampagne, die auf Deutschland als attraktiven Standort für Verbraucher, Hersteller, Dienstleister und Händler aufmerksam macht! Offenbar mit großem Erfolg. Was genau möchten Sie erreichen?
Zum einen Sensibilität beim Verbraucher wecken. Er soll wieder "Wert" auf Produkte aus dem eigenen Land legen. Zum anderen die Hersteller motivieren wieder in Deutschland zu produzieren. Sie sollten sich der Verantwortung bewußt werden, die sie über nehmen, wenn man hier Produktionsstätten und Arbeitsplätze schafft und erhält. Die Zukunft unseres Landes.

Es gibt viele Schlagzeilen über die Verlagerung von Produktion ins Ausland, gerade in Zeiten der Globalisierung. Was macht denn den Standort Deutschland aus?
Ganz klar, kurze Wege und qualifizierte Mitarbeiter. Es müssen nicht alle Produkte erst quer über die ganze Welt transportiert werden um sie dann hier zu verbrauchen, zu gebrauchen oder weiter zu verarbeiten - auch im Hinblick auf den Umweltgedanken und den Klimaschutz. Darüber sollte sich jeder Unternehmer Gedanken machen. Auf den ersten Blick können Produktionskosteneinsparungen erzielt werden, doch die werden in den meisten Fällen durch Qualitätseinbußen und höheren Zeitaufwand wieder aufgehoben.

Und was genau motiviert aus Ihrer Sicht Unternehmen, sich für den Standort Deutschland zu entscheiden?
Wie schon unter Punkt 2 gesagt. Und immer wieder die Verantwortung für das eigene Land und deren Menschen. Arbeitsplätze sind die Zukunft unserer Kinder.

Wir haben die Initiative "I love what I do" ins Leben gerufen, um zu zeigen, dass Leidenschaft und Engagement zum Erfolg führen. Das setzt voraus, dass man liebt, was man tut. Was hat Sie angetrieben, sich für den Standort Deutschland stark zu machen? War/ist leidenschaftliches Engagement wichtig?
Das wichtigste Argument sind unsere Kinder. Sie brauchen "Große", die ihnen den Weg bereiten und nicht abbauen. Das reicht uns als Antriebskraft. Das Zukunftsargument!

Was, glauben Sie, ist besonders wichtig, um lieben zu können, was man tut?
Keine Halbherzigkeiten - nur echte Überzeugung zählt.

Was hat Ihnen am meisten geholfen, um dorthin zu kommen, wo Sie heute stehen?
Eine gewisse Sturheit! Immer am Ball bleiben und quer denken.

Gerade bei neuen Ideen hört man immer wieder "geht nicht, klappt nicht, das ist doch verrückt...". Wie gehen Sie mit äußeren Zweiflern und auch - vielleicht das ein oder andere Mal - mit einem "inneren Kritiker" um?
Frage: "Ist das wirklich Deine/unsere Überzeugung?" Antwort: "Ja!" ALSO - weitermachen.

Was möchten Sie gerne weitergeben an Menschen, um sie zu motivieren, das zu suchen und zu tun, was sie lieben?
Sich immer vorzunehmen einen Traum zu verwirklichen. Nicht ein Leben lang hinterherlaufen. Selbst etwas in die Hand nehmen und danach leben.





Interview mit Klaus Kofler, Trendforscher.

Herr Kofler. Als Zukunftsforscher setzen Sie sich in Ihrem Unternehmen Trends & Wege mit neuen Modellen für die Wirtschaft auseinander. Können Sie Mut machen, dass leidenschaftliches Engagement in der Wirtschaft der Zukunft gefragt ist?
Gerade diese Situation, in der wir uns befinden, erfordert zwingend ein Umdenken. Mit Mut und Leidenschaft Neues zu wagen, ist mehr denn je das Gebot der Stunde.
Die echten Erfolgsstories der Vergangenheit haben uns ja gezeigt, dass diejenigen, die mit Leidenschaft und Mut etwas Neues vorangetrieben haben, es meist auch zu beachtlichen Leistungen gebracht haben. Egal ob in der Wirtschaft, im Sport oder in anderen Bereichen. Leidenschaftliches Engagement ist meiner Meinung nach die wesentliche Voraussetzung, um überhaupt erfolgreich sein zu können.
Auf unsere Wirtschaft umgelegt bedeutet das, dass sie sich neu formieren und ausrichten muss. Dabei stehen gerade jetzt wieder Werte wie Leidenschaft, Ehrlichkeit und Verantwortung vor einer Renaissance. Und diesmal gehen die Impulse nicht nur von der Wirtschaft aus, sondern werden von den Konsumenten immer stärker gefordert und mitbestimmt. Diese Situation stellt eine neue Ära dar, weil sich Konsumenten nicht mehr nur von solchen Werten leiten lassen, sondern vielmehr beginnen, auch selbst danach zu leben.
Ich bin davon überzeugt, dass gerade Leidenschaft für zukünftigen Wirtschaftsmodelle ein ganz wesentlicher Impuls darstellt, um auch den notwendigen Mut entstehen zu lassen, den wir für unsere zukünftigen Herausforderungen wieder dringend brauchen werden.

In Ihren Vorträgen sprechen Sie oft davon, dass ein neues Denken erforderlich ist. Wie sieht denn dieses neue Denken konkret aus?
Bevor man von neuem Denken spricht, muss man zu allererst die Bereitschaft mitbringen, auch die notwendigen „Spielräume“ für ein neue Denken zu schaffen. Denn neues Denken erfordert auch die Bereitschaft, die passenden Strukturen dafür zu schaffen.
Primär entsteht dies dann, wenn wir in die uns umgebenden Systeme mehr Spannungen zulassen. Wir achten nämlich viel zu sehr auf Harmonie und Gleichklang. Solche Ansätze schaffen aber auf Dauer keinen „Mehrwert“ und sind ab einem bestimmten Zustand nicht mehr in der Lage Neues hervorzubringen. Schaffen wir aber so genannte „Spannungsfelder“, sind wir zugleich auch in der Lage, neue Denkmuster zu generieren.
Unser reines Sicherheitsdenken hat diesbezüglich leider auch für immer mehr Stillstand in unseren Denkprozessen gesorgt. Das zeigt auch der Blick auf unsere momentane Situation. Denn viele haben es derzeit schwer, Lösungsansätze für ihre aktuellen Probleme zu finden. Gerade jetzt sind diese neuen Denkansätze dringend erforderlich. Es wird uns nämlich nicht gelingen, die Probleme, die wir mit unserem „alten“ Denken hervorgebracht haben, auch mit denselben Denkansätzen zu lösen.

Auch mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen Sie sich intensiv. Die Gruppe der LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) sind die Menschen, die einen nachhaltigen Lebensstil pflegen und dies meist passioniert und aus innerer Überzeugung heraus. Sehen Sie dies als kurzfristigen Trend oder sind die aktuellen Veränderungen die Chance für ein langfristiges Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit?

Diese Entwicklung verfolge ich schon seit einigen Jahren. Von einem kurzfristigen Trend ist bei den LOHAS definitiv keine Rede. Genauer gesagt sprechen wir dabei von einer Entwicklung, die sich stark in die beiden Megatrends „Nachhaltigkeit“ und „Lebensqualität“ einbettet. Megatrends besitzen eine weit höhere „Halbwertszeit“ (25-30 Jahre) als herkömmliche Trends, über die oft vorschnell gesprochen wird. Solche Megatrends haben auch die Kraft, unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur nachhaltig zu verändern.
Beim Thema Nachhaltigkeit bin ich überzeugt, dass diese Entwicklung langfristig unsere Wirtschaft gravierend verändern wird. Nicht zuletzt deshalb, weil wir gar keine andere Wahl haben werden, als dahingehend umzudenken. Es ist ganz einfach, entweder wir lernen aus Vernunft oder durch Zwang. Und vernünftig betrachtet, besitzt das Thema Nachhaltigkeit gigantische Chancen, sowohl für unsere Wirtschaft als auch für unsere Gesellschaft.

Glauben Sie als Trendforscher, dass es jetzt in Zeiten von Immobilien- und Bankenkrise sowie realwirtschaftlichem Abschwung richtig und wichtig ist, dass Menschen das lieben sollten, was sie tun?
Ich in überzeugt davon, dass diese „Krise“ diesbezüglich einen sehr starken Impuls auslöst. Mir begegnen gerade in letzter Zeit eine Vielzahl von Menschen, die nicht nur darüber nachdenken etwas zu verändern, sondern mehr denn je die Bereitschaft mitbringen, das zu tun was sie wirklich machen möchten.
Viele dieser künstlichen Blasen haben dazu geführt, dass die Menschen erkennen, dass sie verstärkt ihr eigenes Schicksal wieder selbst in der Hand haben und nicht mehr nur auf die Politik oder die Unwahrheiten diverser Unternehmen vertrauen wollen. Diese Menschen sind auch bereit, kleinere Brötchen zu backen, die dann aber geschmacklich wieder umso besser schmecken. Unsere Welt verändert sich gravierend – und nicht nur ich, sondern auch viele andere sehen in diesem Prozess auch große Chancen.

Haben Sie einen Tipp aus Ihrer eigenen Erfahrung, wie man dahin kommt, das zu tun, was man liebt?

Alleine die Vorstellung, etwas jahrelang zu betreiben, was einem keinen Spaß macht, war für mich immer schon eine schlimme Vorstellung. Um aber zu ergründen was man liebt oder gern tun möchte, muss man sich Zeit nehmen und sich mit sich selbst auseinander setzen.
Ich denke, dass viele Menschen über Dinge, die sie gerne machen würden, zwar sprechen aber dann den Mut nicht besitzen, dies auch anzugehen. Und genau darin liegt der entscheidende Punkt. Denn wenn man von einer Sache wirklich überzeugt ist, dann sollte man auch versuchen dies umzusetzen.
Man muss aber nicht nur die Bereitschaft mitbringen, neue Wege einzuschlagen, sondern auch gewillt sein, diesen Weg mit ganzer Kraft zu gehen.

Was hat Ihnen persönlich am meisten geholfen, um dorthin zu kommen, wo Sie heute stehen?
Anmerkung: Gerade bei neuen Ideen hört man immer wieder „geht nicht, klappt nicht, das ist doch verrückt...“. Vielleicht haben Sie irgendetwas gewagt, was andere als unmöglich/verrückt bezeichnet haben? Eine eigene Idee verwirklicht? Sind dran geblieben und haben sich von nichts und niemandem von Ihrem Weg abbringen lassen? Dann lassen Sie hier andere wissen, dass Vieles möglich ist, wenn man nur an die eigene Sache glaubt.

Es waren drei Dinge, die mir auf meinem Weg sehr geholfen haben:
Meine Weggefährten haben mir immer das Gefühl gegeben, dass ich das Richtige getan habe und immer noch tue. Weiters meine innere Einstellung und Neugierde, die dafür sorgt, offen und tatenfroh einen Beitrag für ein Umdenken zu leisten und somit auch anderen, neue Möglichkeiten und Modelle aufzuzeigen. Und letztlich mit Selbstverantwortung und Überzeugung etwas anzugehen und voran zu treiben und sich dabei nicht von seinem Weg abbringen zu lassen. Ich habe mich immer an „Macher“ orientiert - und nicht an Zweiflern.

Wie gehen Sie mit äußeren Kritikern und auch dem „inneren Zweifler“ um?
Äußere Kritiker sind für mich, sofern Sie kompetent und sachlich sind, immens wichtig. Und ehrlich gesagt bin ich immer wieder froh darüber, wenn Menschen auch konstruktiv kritische Dialoge suchen.
Kritiker, die aber grundsätzlich einfach nur an allem etwas auszusetzen haben, lasse ich mittlerweile links liegen. Diese Gattung von Menschen weiß nämlich grundsätzlich sowieso immer alles besser und vertritt heute diesen und morgen jenen Standpunkt.
Innerer Zweifel ist etwas ganz natürliches und dient letztlich auch der persönlichen Weiterentwicklung. Auch unsere Geschichte zeigt uns, dass das Zusammenspiel zwischen äußerer Kritik und jene des inneren Zweifelns eine ungeheurere Power erzeugen kann. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man von dem was man macht auch überzeugt ist und versucht, besser zu sein als andere.

Was möchten Sie gerne weitergeben an Menschen, um sie zu motivieren, das zu suchen und zu tun, was sie lieben?
In erster Linie geht es um das Tun und um den festen Willen, auch etwas verändern zu wollen. Hat man diesen Punkt gefunden ist es wichtig, die dafür notwendige Offenheit zu entwickeln. Denn nur wenn man auch offen genug ist, kann man sein Blickfeld für eine erweiterte Wahrnehmung entfalten.
Und letztlich braucht es Mut. Mut etwas Neues anzudenken. Mut Bestehendes in Frage zu stellen. Und natürlich den Mut, seinen Weg auch zu gehen.





Interview mit Monika Hamrozi und Murat Cakmakci
Gründer der Initiative Optimismushoch1000


Was tun Sie genau? (Beschreibung Ihrer Tätigkeit, Initiative, Engagement...)
Unser Motto: Umdenken und gegen den Strom schwimmen! Wir finden, das Jammertal in Deutschland muss endlich geflutet werden – und zwar mit Optimismus, Mut und Tatkraft. Wir wollen die Menschen ermuntern, ihre Ziele mit Begeisterung und Pioniergeist anzugehen sowie alle Chancen zu nutzen. Deshalb bieten wir allen Optimisten und solchen, die es werden wollen, eine Plattform zur gegenseitigen Inspiration. Wir möchten damit aus einer privaten Initiative heraus positive Denkanstöße geben, die dazu beitragen, den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Aufschwung deutschlandweit auf den Weg zu bringen.

Wie ist die Idee zu „Optimismus hoch 1000“ entstanden?
Die Idee ist durch die persönliche Erfahrung, die wir im Arbeitsleben, aber auch im Privatleben gesammelt haben, entstanden. Wir haben gemerkt, das Menschen ganz anders reagieren, wenn man ihnen positiv begegnet, wenn man ihnen Mut macht. Wir überlegten, wie wir dieses Thema umsetzen können, um mehr Optimismus zu erreichen.

Warum lieben Sie, was Sie tun?
Ich liebe was ich tue, weil ich es aus ganzer Überzeugung heraus tue. Ich bin überzeugt von unserer Kampagne, von dem Optimismusgedanken den wir im Kern innerhalb der Kampagne in jedem Projekt tragen. Vor allem liebe ich was ich tue, weil wir das Feedback aus ganz Deutschland erhalten, dass die Menschen hier in diesem Land es sehr schätzen, was wir machen und wie wir den Optimismus umsetzen möchten.

Was, glauben Sie, ist besonders wichtig, um lieben zu können, was man tut?
Ich denke, es ist besonders wichtig, von dem was man tut, überzeugt zu sein. Man muss hinter den Dingen stehen, für die man sich entscheidet und sich von anderen nicht reinreden lassen. Schließlich weiß jeder am besten, was einem gut tut, ob man es dann umsetzt oder nicht, hängt jedoch von jedem einzelnen ab. Genauso ist es mit dem Optimismus, es hängt von mir selbst ab, wie ich dem Tag begegne.

Was hat Ihnen am meisten geholfen, um dorthin zu kommen, wo Sie heute stehen?
Auf jeden Fall, MUT! Denn bei der Kampagne geht es um Mut, es geht darum, bereit zu sein, Veränderungen durchzuführen, einen anderen Blickwinkel auf die Dinge zu werfen. Des weiteren gehört auf jeden Fall ein gewisser Kampfgeist und Überzeugung dazu, an Ideen zu glauben, die viele andere für verrückt erklären und natürlich zu guter Letzt Motivation. Ein „klappt nicht“ kann erst als „wirklich“ bezeichnet werden, wenn es tatsächlich nicht klappt. Von daher erst einmal den Dingen einen Boden geben zu wachsen, erst einmal einen Versuch wagen, um abschätzen zu können, das sich eine „Idee“ tatsächlich nicht umsetzen lässt. Ein gewisses Risiko ist immer dabei, ob ich einen Schritt nach vorne gehe oder dort bleibe, wo ich mich gerade befinde. Bei dem einen ist es das Risiko einen falschen Schritt gegangen zu sein, bei dem anderen keinen zu gehen und sich nicht weiterzuentwickeln, aus seinen getanen Schritten lernen und wachsen zu können.

Anm. - Gerade bei neuen Ideen hört man immer wieder „geht nicht, klappt nicht, das ist doch verrückt...“.

Wie gehen Sie mit äußeren Zweiflern und auch dem „inneren Kritiker“ um?
Mit den äußeren Zweiflern stelle ich mir die Frage: Wo kommen die Zweifel her? Sind sie berechtigt? Sind es tatsächlich „Zweifel“ oder haben diese „Zweifler“ doch „persönliche“ Beweggründe? Die Zweifler fragen, wie es einem geht und erzählt man ihnen, dass es einen gut geht, dann möchten sie am Besten davon schon gar nichts mehr hören. Es ist wie mit den Nachrichten: Bad news are good news and good news are no news. Bei innerer Kritik bin ich mittlerweile sehr prakmatisch, nehme ein Blatt zur Hand, schreibe das Szenario auf und beginne mit „wenn und dann“ und beantworte mir die folgenden Frage: Was könnte schlimmstenfalls passieren? Und merke dann, das die Antworten nicht lebensentscheidend sind und die meisten Szenarien in der Realität gar nicht existieren, sondern lediglich als Gedanke im Kopf den Geist blockieren.

Was möchten Sie gerne weitergeben an Menschen, um sie zu motivieren, das zu suchen und zu tun, was sie lieben?
Der Leidenschaft nachzugehen, dies aus vollster Überzeugung zu leben bzw. umzusetzen! Den Mut mitbringen, sich nicht von der ersten Welle aus dem Boot werfen zu lassen und genügend Motivation, immer wieder eine neue Welle zu nehmen!